Bauchfett, auch Viszeralfett genannt, entsteht durch das Zusammenspiel verschiedener Faktoren: eine zu hohe Kalorienzufuhr, zu wenig Bewegung, schlechter Schlaf, Stress, Rauchen, Transfette und eine gestörte Darmflora. Auch Alter, Wechseljahre, genetische Veranlagung und bestimmte Medikamente können eine Rolle spielen. Ein Taillenumfang von mehr als 88 cm bei Frauen oder 102 cm bei Männern ist ein Signal, aktiv zu werden.
In diesem Artikel:
Was genau ist Bauchfett?
1. Übermäßige Kalorienzufuhr 2. Alter 3. Genetische Veranlagung 4. Wechseljahre 5. Bewegungsmangel
6. Schlechter Schlaf 7. Stress 8. Rauchen 9. Transfette 10. Gestörte Darmflora
Extra: Medikamente und Bauchfett · Was kannst du tun?
Was genau ist Bauchfett?
Bauchfett, auch Viszeralfett genannt, ist mehr als nur ein ästhetisches Problem. Diese Art von Fett lagert sich rund um deine Organe ab – etwa Leber, Bauchspeicheldrüse und Darm – und erhöht das Risiko für Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und bestimmte Krebsarten. Miss deinen Taillenumfang: Liegt er bei Frauen über 88 cm oder bei Männern über 102 cm? Dann ist es Zeit, aktiv zu werden.
1. Übermäßige Kalorienzufuhr
Wenn du mehr Kalorien aufnimmst, als du verbrauchst, speichert dein Körper den Überschuss als Fett – besonders im Bauchbereich. Vermeide leere Kalorien aus Lebensmitteln wie Softdrinks, Keksen und Snacks. Greife stattdessen häufiger zu ballaststoffreichem Gemüse und Obst sowie eiweißreichen Lebensmitteln.
2. Alter
Mit zunehmendem Alter verlangsamt sich der Stoffwechsel und die Muskelmasse nimmt allmählich ab. Weniger Muskelmasse bedeutet einen niedrigeren Grundumsatz – dein Körper verbraucht in Ruhe weniger Energie, wodurch sich Fett leichter rund um die Taille ansammeln kann. Kombiniere eine ausgewogene Ernährung mit Krafttraining, um diesem Effekt entgegenzuwirken: Der Aufbau und Erhalt von Muskelmasse unterstützt genau den Stoffwechsel, der mit zunehmendem Alter langsamer wird.
3. Genetische Veranlagung
Deine Gene bestimmen zum Teil, an welchen Stellen dein Körper bevorzugt Fett speichert. Lass dich davon aber nicht entmutigen: Ein gesunder Lebensstil macht immer einen Unterschied, auch wenn Bauchfett in deiner Familie häufiger vorkommt. Die genetische Veranlagung bestimmt eine Tendenz, kein feststehendes Ergebnis.
4. Wechseljahre
Während der Wechseljahre sinkt der Östrogenspiegel. Dadurch verändert sich die Fettverteilung im Körper und Fett wird häufiger im Bauchbereich gespeichert – ein Muster, das vor der Menopause meist weniger ausgeprägt ist. Ein aktiver Lebensstil und eine auf diese Lebensphase abgestimmte Ernährung können dabei helfen, mit dieser Veränderung besser umzugehen.
5. Bewegungsmangel
Zu wenig Bewegung begünstigt die Ansammlung von Fett im Bauchbereich. Strebe mindestens 150 Minuten Bewegung mit moderater Intensität oder 75 Minuten intensive Bewegung pro Woche an. Am besten verteilst du die Aktivität auf mehrere Tage, statt am Wochenende alles auf einmal nachholen zu wollen.
6. Schlechter Schlaf
Chronischer Schlafmangel stört das Gleichgewicht zwischen Ghrelin, deinem Hungerhormon, und Leptin, deinem Sättigungshormon. Zu wenig Schlaf kann den Ghrelinspiegel erhöhen und den Leptinspiegel senken. Dadurch bekommst du schneller Appetit und fühlst dich später satt. Achte möglichst auf 7 bis 8 Stunden erholsamen Schlaf pro Nacht.
7. Stress
Anhaltender Stress erhöht den Cortisolspiegel. Dieses Hormon kann die Fetteinlagerung im Bauchbereich begünstigen – ursprünglich ein evolutionärer Überlebensmechanismus, der bei chronischem statt kurzfristigem Stress jedoch zum Nachteil werden kann. Yoga, Atemübungen oder ein Spaziergang können helfen, dein Stressniveau zu senken und gleichzeitig etwas für deine Gesundheit zu tun.
8. Rauchen
Raucher haben im Durchschnitt mehr Bauchfett als Nichtraucher, obwohl ihr BMI häufig niedriger ist. Nikotin beeinflusst nämlich nicht nur, wie viel Fett dein Körper speichert, sondern auch, wo es gespeichert wird. Noch ein guter Grund, endgültig mit dem Rauchen aufzuhören.
9. Transfette
Transfette erhöhen nicht nur das LDL-Cholesterin, sondern können auch die Fettansammlung im Bauchbereich begünstigen. Lies die Zutatenlisten aufmerksam und vermeide möglichst Produkte, die „teilweise gehärtete Fette“ enthalten.
10. Gestörte Darmflora
Eine ausgewogene Darmflora spielt eine Rolle für den Stoffwechsel und dafür, wie dein Körper Energie verwertet und speichert. Eine ballaststoffreiche Ernährung sowie fermentierte oder probiotische Lebensmittel wie Joghurt und fermentiertes Gemüse können zu einem ausgewogenen Darmmilieu beitragen.
Extra: Medikamente und Bauchfett
Bestimmte Medikamente, darunter einige Antidepressiva oder Kortikosteroide, können als Nebenwirkung eine Gewichtszunahme und damit auch mehr Bauchfett begünstigen. Wenn du bemerkst, dass du seit Beginn einer medikamentösen Behandlung zunimmst, sprich mit deinem Arzt über mögliche Alternativen. Setze verschriebene Medikamente niemals eigenständig und ohne ärztliche Rücksprache ab.

Was kannst du tun?
Der erste Schritt ist, dir deine Gewohnheiten bewusst zu machen. Fang klein an: Ersetze weniger günstige Snacks durch eiweißreiche Alternativen, baue jeden Tag einen kurzen Spaziergang ein oder probiere Intervallfasten aus. Ein festes Essensfenster kann dir dabei helfen, deine Kalorienzufuhr auf eine alltagstaugliche Weise zu strukturieren.
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Indem du deine Ernährung und Bewegung anpasst, kannst du viele der Faktoren beeinflussen, die Bauchfett begünstigen. Beginne mit kleinen Veränderungen, zum Beispiel indem du deine tägliche Schrittzahl erhöhst, und arbeite dich Schritt für Schritt zu einem gesünderen Lebensstil vor.
Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung oder einen gesunden Lebensstil. Wenn du Fragen zu Nahrungsergänzungsmitteln hast, kannst du dich jederzeit an unser Team wenden.
